Naturschutzgebiet Hoher Dörnberg

Umgeben von meist vollständig bewaldeten Bergkuppen sticht der Hohe Dörnberg mit seinem Grasbewuchs (Kalkmagerwiese) hervor und bietet einer Vielzahl seltener Pflanzen idealen Lebensraum. Er liegt im Nordosten des Naturparks Habichtswald und ist mit 578,7 Metern die höchste Erhebung des Dörnbergmassivs.

Auf zwei Rundwanderwegen haben Erholungssuchende Gelegenheit, die reizvolle Landschaft des Dörnbergs zu erkunden. Dabei ziehen die geheimnisvoll anmutenden Helfensteine fast jeden Besucher in ihren Bann.

Auf dem Plateau des Dörnbergs kann man mit etwas Glück auf Segelflieger treffen, die den Berg bereits 1923 als Start- und Landeplatz für sich entdeckt haben.

Aktivitäten & Sehenswertes

Helfensteine

Die Helfensteine sind Basaltfelsen*), die durch ihre Formierung auf der Kuppe des Hohen Dörnbergs auffallen. Funde lassen vermuten, dass hier im 5./ 6. Jahrhundert vor Christus kultische Handlungen stattgefunden haben. Auch heute noch sollen die Helfensteine von mystischen Kräften umgeben sein.

An der Westseite des höheren Felsens verläuft ein kleiner Graben und Wall. Sie gehörten wahrscheinlich zu einer kleinen hochmittelalterlichen Burg, die hier im 12./ 13. Jahrhundert gestanden haben könnte.

Wer sich nicht scheut, sie zu erklimmen, wird mit einem wunderbaren Rundumblick belohnt.

Naturdenkmal Hohlestein

Auch der Hohlestein ist ein markanter Basaltfelsen*). Er fällt durch eine ca. zwei mal zwei Meter große und 1,2 Meter tiefe Aushöhlung auf, die einst von Menschenhand in den Stein geschlagen wurde. Am Fuß des Felsens sind die Überreste einer Ringwallanlage zu erkennen, die wahrscheinlich schon aus der Eisenzeit stammt. Funde aus dem 12./ 13. Jahrhundert deuten darauf hin, dass der Hohlestein auch zu dieser Zeit besiedelt war. Wann das "Gipfelloch" entstand und welchen Zweck es erfüllte, ist noch nicht geklärt. Es könnte beispielsweise als Zisterne (großes Sammelbecken für Wasser) genutzt worden sein.

Wichtelkirche

Der Basaltfelsen*) an der Nordwestseite des Dörnberg wird Blumenstein oder Wichtelkirche genannt.

Den bekannteren Namen "Wichtelkirche" erhielt er aufgrund seiner Form, die einer kleinen Kirche nahe kommt. Einer Sage nach wollte hier ein Wichtelkönig eine holde Jungfrau heiraten. Im letzten Moment - schon vor dem Altar - verschmähte sie ihn dann doch und der enttäuschte Wichtel verwandelte die soeben noch prächtig geschmückte Kirche in kargen, kalten Fels.
Funde und Urkunden belegen, dass hier wirklich einmal eine kleine Burg gestanden hat. Sie gehörte den Herren von Blumenstein, nach denen auch der Fels benannt wurde.

Wandern am Dörnberg

Zwei Rundwanderwege, der Alpenpfad (ca. 6 km) und der Jägerpfad (ca. 7 km), starten und enden an der Infohütte gegenüber der großen Parkplätze am "Dörnberghaus", führen an den Naturdenkmälern (s. o.) vorbei und bieten tolle Ausblicke auf die Landschaft.

Weitere Wanderwege

Anfahrt zum Wanderparkplatz: Auf der Straße zwischen Zierenberg und Calden/ Ehrsten folgen sie dem Abzweig zum Naturparkzentrum Habichtswald und Dörnberghaus.

*) Basaltfelsen sind charakteristisch für das Dörnbergmassiv. Das Massiv besteht vor allem aus Muschelkalken, die von Tonen, Sanden und Quarziten überdeckt sind. Die heutige Mittelgebirgslandschaft entstand durch basaltische Eruptionen, die den tief liegenden Buntsandstein sowie die Gesteinschichten durchbrachen.

Weitere Informationen:

Naturparkzentrum Habichtswald
Auf dem Dörnberg 13
34289 Zierenberg
(0 56 06) 5 33-266
www.naturpark-habichtswald.de

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